Grabenwärter

Eyecatcher: Benedikter Wasserlauf (Wilhelmschachtgefälle), Auslaufmundloch.

Oberharzer Wasserwirtschaft- Teiche, Gräben, Wasserräder und Turbinen

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Das Welterbekomitee der UNESCO hat am 1. August 2010 in Brasilia die Oberharzer Wasserwirtschaft zum Weltkulturerbe erhoben.
Zum siebten Mal wird damit einer wasserbaulichen Anlage diese Auszeichnung zuteil.

Neben den Bewässerungssystemen von Schuschtar (Iran) und Aflaj (Oman), dem römischen Aquädukt Pont du Gard, dem Canal du Midi (beide Frankreich), dem barocken Aquädukt von Caserta (Italien) und den Schiffshebewerken am Canal du Centre (Belgien) verfügt nun auch Deutschland über ein anerkanntes wasserbauliches Denkmal von internationaler Bedeutung und weltweiter Einzigartigkeit.

Erstmals wurde damit auch eine historische Einrichtung zur Energieerzeugung in den Rang
eines Weltkulturerbes erhoben."
(Döring, Matthias; (2011) Wasserräder, Wassersäulenmaschinen und Turbinen – Oberharzer Wasserwirtschaft wurde
Weltkulturerbe; Dresdner Wasserbauliche Mitteilungen, Dresden, Seite 135.




Der „Grabenwärter“ möchte Ihnen dieses Denkmal auf den folgenden Seiten etwas näher bringen, Sie mitnehmen auf die eine oder andere Wanderung um Ihnen die Bauten vergangener Generationen dieses geschichtlichen Superlativs näher zu bringen.

Um eine bessere Übersicht über die "Oberharzer Wasserwirtschaft" zu erhalten und einen Sinn-Zusammenhang des Systems zu ermöglichen, gliedert diese Web-Seite die einzelnen Gräben u. Teiche nach der letzten Nutzungsphase durch die Preußag AG von 1930-1980 in die jeweiligen "Gefälle".

In den übrig gebliebenen, zum Teil zusammengefassten Gefällen, waren zu diesem Zeitpunkt Turbinenanlagen zur Nutzung des Wassers eingebaut, Das gesamte Wasser aus den einzelnen Gefällegruppen wurde damals verstromt. Dies sicherte eine exellente Pflege der zu den Gefällegruppen gehörenden Teiche und Gräben.

Da in den Gefällegruppen die einzelnen Themen nicht gänzlich beleuchtet werden können, bzw. zu diesem Zeitpunkt einzelne Gefällegruppen schon abgeworfen (außer Betrieb) waren, sind andere Sachthemen unter den entsprechenden Reitern zusammengefasst und entsprechend verlinkt.

Der Grabenwärter wünscht Ihnen viel Spass beim Stöbern auf diesen Seiten und interessante Touren zu den Welterbebestandteilen.

Tour 12: Rundwanderung um die Welterbestätte "Hutthaler Widerwaage".

Start: Clausthal, Parkplatz "Entensumpf"
Weglänge: 9,06 km
Zeitaufwand:2:05 Std
Höhenunterschied: 130m Aufstieg; 130m Abstieg

Link: WasserWanderWeg Hutthaler Widerwaage auf outdooractive.

oder ähnlich:

Von Polsterhai dem Graben entlang um den Hirschler Teich auf outdooractive.

Neu in digitaler Literatur:

Fritz Reinboth (2013): Notitzen zum Montanwesen des Klosters Walkenried; Verein für Heimatgeschichte Walkenried/Bad Sachsa u. Umgebung e.V.: Walkenried.

Reinboth, Fritz; Knolle, Friedhart (2016)
Waren die Walkenrieder Zisterziensermönche die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft? Ein Diskussionsbeitrag.

Quellen: https://www.researchgate.net/profile/Friedhart_Knolle/project/Zur-Rolle-der-Walkenrieder-Zisterziensermoenche-in-der-Geschichte-der-Oberharzer-Wasserwirtschaft
Stand 26.03.2017